"Der Antragsgegner ist gegenüber seinen minderjährigen Kindern gem. Paragraph 1603 Abs. 2 BGB in gesteigertem Maße zum Unterhalt verpflichtet. Sollte er außer Stande sein ohne Gefährdung seines eigenen angemessenen Unterhalts seinen Kindern Unterhalt zu gewähren, ist er diesen gegenüber verpflichtet, alle verfügbaren Mittel zu seinem und des Kindesunterhalt gleichmäßig zu verwenden. Dies bedeutet eine verstärkte Pflicht zur Beschaffung erreichbarer und zum Einsatz vorhandener Mittel. Für den Antragsgegner besteht eine verstärkte Erwerbsobliegenheit. Er muss alle zumutbaren Erwerbsmöglichkeiten ausschöpfen, das heißt zum Beispiel neben seiner selbständigen Tätigkeit auch eine Nebenbeschäftigung annehmen, um zumindest den von uns beantragten Unterhalt seiner minderjährigen Tochter zu decken. Bei der Unterhaltspflicht gegenüber minderjährigen Kindern ist es zumutbar, sich um jede Arbeit, auch zu ungünstigen Zeiten zu bemühen."

"Mit freundlichen Grüßen Renate Engbrecht, bestellt gem. § 55 SGB VIII - Starnberg  25.01.2008" . . .


Sozialgesetzbuch, Kapitel 8 - § 55 Beistandschaft, Amtspflegschaft und Amtsvormundschaft

(1) Das Jugendamt wird Beistand, Pfleger oder Vormund in den durch das Bürgerliche Gesetzbuch vorgesehenen Fällen (Beistandschaft, Amtspflegschaft, Amtsvormundschaft).

(2) Das Jugendamt überträgt die Ausübung der Aufgaben des Beistands, des Amtspflegers oder des Amtsvormunds einzelnen seiner Beamten oder Angestellten. Die Übertragung gehört zu den Angelegenheiten der laufenden Verwaltung. In dem durch die Übertragung umschriebenen Rahmen ist der Beamte oder Angestellte gesetzlicher Vertreter des Kindes oder des Jugendlichen.


Homepage-Administrator: Camillo Schrimpf  Home . . . Das letzte Update: 3. September 2008 (Mittwoch) . . .  Herzobaseexit . . . Camillo Friedrich Schrimpf (München): Das ist ein Abschnitt von meinem autobiographischen Roman »Herzobaseexit«.